Drei finger reiben bei kinder psychologie
Bitte aktivieren sie dies in Ihrem Browser. Wir sollen uns in diesen Tagen so wenig wie möglich, am besten gar nicht, ins Gesicht fassen. Das würde die Gefahr verringern, sich mit dem neuen Coronavirus zu infizieren. Doch Haptik-Forscher Martin Grunwald zeigt in einer Studie: Das geht gar nicht. Jeder Mensch fasst sich jeden Tag unbewusst bis zu Mal ins Gesicht, und meist, ohne es zu bemerken.
Grunwald sagt sogar, diese Selbstberührungen sind wichtig und wenn wir sie unterdrücken, schadet uns das.
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Aber warum eigentlich? Wir sollen uns so wenig wie möglich ins Gesicht fassen. Je mehr wir es nicht sollen, um so mehr juckt es uns in den Fingern, uns an der Augenbraue zu jucken, die Nase zu berühren, die Augen zu reiben. Warum ist das so? MDR FERNSEHEN Mo Link des Audios. Wir tun es schon im Bauch der Mutter, wenn wir im Fruchtwasser schwimmen. Wir tun es als Säugling, als Kind, als Jugendliche und alle Erwachsenen tun es auch.
Mal schnell ins Gesicht fassen. Psychologe und Haptik-Forscher Martin Grunwald von der Uni Leipzig hat in seinen Studien gesehen, dass wir uns sehr oft ins Gesicht fassen - zwischen und Mal am Tag. Er wollte wissen, warum wir das tun und was passiert, wenn wir es nicht tun. Deshalb bat er Probanden, sich eine Weile nicht ins Gesicht zu fassen.
Bei einem der Experimente haben wir die Finger der Probanden in einer Stoffschlaufe fixiert und die Probanden gebeten die Finger in der Schlaufe zu lassen. In einem minütigen Zeitraum ist es den Probanden sehr schwer gefallen. Einige Probanden haben die Finger aus der Halterung genommen und sich selbst berührt, was sie ja nicht sollten.
Keine gute Nachricht, während der Corona-Zeit. Sich ins Gesicht fassen erhöht das Infektionsrisiko, warnen Virologen. Doch wieso müssen wir uns so oft selbst berühren? Martin Grunwald wollte es genau wissen und hat die hirnelektrischen Ströme vor, nach und während der kurzen Berührung gemessen. Er wollte sehen, was sich verändert, ob es uns danach vielleicht sogar besser geht.
Wir konnten nachweisen, dass sich das Gehirn nach einer Selbstberührung in einen anderen neurophysiologischen Aktivierungszustand befindet als davor. Seine These: Gesichtsberührungen bringen uns ins Gleichgewicht. Wir können uns besser konzentrieren und entspannen. Das funktioniert der Studie zufolge aber nur bei spontan ausgelösten Selbstberührungen.
Bei Versuchspersonen, die wir gebeten haben, auf unsere Anweisung hin das Gesicht zu berühren, haben wir solche hirnelektrischen Veränderungen nicht beobachten können. Grunwald ging in seiner Studie noch mehr ins Detail. Er schaute nicht nur, was passiert, wenn wir uns berühren, er wollte auch wissen, wo wir uns am häufigsten anfassen. Fatale Ergebnisse, angesichts der Pandemie, denn:.
Der überwiegende Teil der Selbstberührung geht in die Mittellinie des Gesichts, also Nase, Mund. Insofern ist das infektionsbiologisch ein spannendes Resultat. Spannend und für Virologen sehr beunruhigend. Wieso wir uns vor allem an Mund und Nase fassen, können die Forscher noch nicht erklären. Dass wir uns sehr oft und unbewusst ins Gesicht fassen, ist evolutionär gesehen ein alter Hut.
Viren und Bakterien wissen das schon seit Jahrtausenden und nutzen diesen Weg um sich erfolgreich auszubreiten. Hier finden Sie eine Studie zum Thema Selbstberührung. Warum müssen wir dringend kuscheln und was passiert, wenn wir's nicht tun? Wir haben bei Martin Grundwald nachgefragt. Er ist Leiter des Haptik-Forschungslabor an der Uniklinik Leipzig.
Link des Videos. Hände halten, Umarmen, streicheln oder drücken - der Mensch braucht körperliche Nähe. Das lässt sich sogar wissenschaftlich nachweisen. Aber ist in einer immer technischeren Welt dafür noch Platz und Zeit? MDR Wissen So Infos zur Sendung. Das Wissenschafts-Portal des MDR: Nachrichten aus Forschung und Science.
Die Studie dürfte unvollständig sein, da sie insbesondere Brillenträger nicht berücksicht, die sich viel öfter ins Gesicht fassen um die Brille zurecht zu rücken und bei pemanent ungereinigten Brillen ein Keimresevoir bereit halten. Speisereste zwischen den Zähnen, ein Krabbeln im Ohr oder sonstwo am Kopf gehören dazu um Irritationen zu begegnen. Leider übermitttelt uns der Wissenschaftler nicht ob das Popeln in der Nase dazu gerechnet wurde, das gerade bei vielen Autofahrern zu beobachten ist?
Aber warum fällt uns das so schwer und warum kuscheln wir so wenig? Ein Ausflug in die Geschichte der Berührung und ihrer Erforschung. Dass wir neben unserem Tastsinn über einen speziellen Streichel-Sinn verfügen, haben Wissenshaftler der Universität Göteborg entdeckt. Eine Patientin brachte sie auf die Idee, dieses Phänomen genauer zu untersuchen. Warum eigentlich?
Social Distancing, Home-Office oder Quarantäne — Corona zwingt uns verstärkt zum Alleinsein. Bei einigen führt das auch zur Einsamkeit. Doch ab wann wird das Gefühl zur Gefahr und wie kann man der Einsamkeit entkommen? MDR Wissen Zur Startseite von MDR Wissen Logo MDR Wissen. Startseite Antworten Videos Podcast Bildung Kontakt. Standort: MDR. DE Wissen. Neuer Bereich.
Haptik-Forschung in Coronazeiten Warum wir die Finger nicht vom Gesicht bekommen, obwohl wir es sollten Hauptinhalt von Annegret Faber Stand: Juni , Uhr. Neuer Abschnitt 4 min. Martin Grunwald Bildrechte: Uni Leipzig. Ohne darüber nachzudenken, wandern die Hände ins Gesicht. Sogar wenn wir komplett entspannt sind.
Neuer Abschnitt Wissen 3 min. Weitere Inhalte laden. Neuer Abschnitt Wissen. Wissenschafts-Portal MDR WISSEN — Wissenschaft und Forschung aus Mitteldeutschland und der Welt MDR WISSEN — Wissenschaft und Forschung aus Mitteldeutschland und der Welt. Kommentare öffnen. Neuer Abschnitt mit Video. Der Streichel-Sinn: Es gibt ihn wirklich!
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