Mikroanalyse psychologie sorck
Die Verhaltens- und Problemanalyse englisch behavioural analysis dient zur Bestimmung, welche situativen und individuellen Merkmale das Auftreten eines problematischen Verhaltens begünstigen und welche Konsequenzen und somit aufrechterhaltende Faktoren das Verhalten hat. Zusätzlich wird analysiert, in welchen weiteren Situationen das relevante oder ein ähnliches Verhalten auftritt.
Die Bezeichnungen Verhaltensanalyse , Bedingungsanalyse und Problemanalyse seien gleichbedeutend. Anders als die klassifikatorische Diagnostik ICD und DSM , die als Ziel eine Verallgemeinerung Abstraktion der individuellen Probleme hat, bewegt sich die Verhaltensanalyse auf einer individuellen, idiographischen Ebene. Grundsätzlich werden zwei verschiedene Ebenen der Verhaltensanalyse unterschieden: die horizontale und die vertikale Ebene.
Dabei ist zu beachten, dass sich die beiden Ebenen ergänzen und nicht alternativ zueinander stehen. Die horizontale Verhaltensanalyse beschreibt Verhalten V gleichsam als Funktion f von zeitlich vorhergehenden und nachfolgenden Bedingungen: [4]. Die vertikale Verhaltensanalyse beschreibt Verhalten hingegen als Funktion von überdauernden und verhaltenssteuernden Zielen und Plänen: [4].
Auf Basis des SORKC-Modells wird das Verhalten in einer einzelnen bestimmten Situation analysiert. Kognitionen, biologische Dispositionen zu bestimmen. Die einzelnen Elemente können auf unterschiedlichen Wegen erhoben werden, so z. Ebenfalls können Tagebücher zum Einsatz kommen. Im Rahmen der horizontalen Verhaltensanalyse können nur sehr schwer interaktionelle Prozesse zwischen Personen z.
Partnerschaftsprobleme abgebildet werden.
Bedingungsanalyse
Die horizontale Verhaltensanalyse kann als Bewegung von der Makroebene in Richtung Mikroebene beschrieben werden. Im Gegensatz zur horizontalen Verhaltensanalyse steht bei der vertikalen Verhaltensanalyse nicht eine konkrete Situation im Vordergrund, sondern ähnliches Verhalten in vergleichbaren Situationen.
Hier rücken vor allem Kognitionen, die in mehreren Begebenheiten auftreten, und kognitive Schemata in den Vordergrund Werte , Normen , Ziele. Zum Beispiel wird in einer horizontalen Verhaltensanalyse festgestellt, dass sich ein Patient sehr unsicher beim Halten von Vorträgen vor fremden Personen fühlt. In einem nächsten Schritt würde nun untersucht, ob er sich in weiteren Interaktionen mit fremden Personen unsicher fühlt z.
Werden situationsübergreifende Verhaltensmuster entdeckt, können diese zu einem Verhaltensplan zusammengefasst werden. In dem Beispiel oben, wäre eine Möglichkeit, dass die Person sehr darauf bedacht ist, sich sozial konform zu verhalten. Bei der Interaktion mit Fremden können die Erwartungen eventuell nicht richtig eingeschätzt werden und die Person tritt sehr unsicher auf.
Das Aufdecken solcher Verhaltenspläne wird als Plananalyse bezeichnet. Im Rahmen einer Schematherapie wird häufig auch der Begriff der Schemaanalyse verwendet. Die Verhaltens- und Problemanalyse dient als Grundlage bzw. Begründung für die Auswahl der Therapieziele und der konkreten Behandlungsmethoden Therapieplanung.
Die Modelle wurden mehrfach weiterentwickelt. Die Autoren Batra, Wassmann und Buchkremer betrachten folgende Entwicklungen als besonders nennenswert: [7]. Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bedingungsanalyse Begriffsklärung aufgeführt. Kategorien : Psychologische Diagnostik Psychotherapie Kognitive Verhaltenstherapie. Navigationsmenü Meine Werkzeuge Nicht angemeldet Diskussionsseite Beiträge Benutzerkonto erstellen Anmelden.
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2.3 Verhaltensdiagnostik
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