Traumdeutung psychologie test
Im Traum scheint alles möglich. Wir können fliegen, unterhalten uns mit toten Stars oder laufen vor einer bösen Macht davon. Doch was bedeutet all das? Warum produziert das Gehirn im Schlaf diese oft sehr lebendigen Bilder?
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Träume, zu denen es immer auch eine dazugehörige Traumdeutung gibt, werden momentan verstärkt erforscht. Was Deine Träume Dir sagen wollen, ist keine Wissenschaft. Jeder kann versuchen, Traumbotschaften und Traumsymbole zu entschlüsseln. Wir haben die 50 wichtigsten Traumsymbole und ihre traditionelle Traumdeutung für Dich zusammengestellt.
Träume sind Bilder, die während des Schlafs in der Nacht auftauchen. Wir träumen zwar in allen Schlafphasen, am meisten und am intensivsten aber in der REM-Schlafphase. REM steht dabei für Rapid Eye Movement engl. Die REM-Schlafphasen sind besonders in den frühen Morgenstunden vor dem Aufwachen sehr ausgeprägt. Träume können positive oder negative Inhalte haben. Die meisten sind laut Schlafforschern aber negativer Natur.
Viele Schlafspezialisten betrachten Träume als Metaphern für Themen, die uns im wirklichen Leben aktuell beschäftigen. Warum wir nachts träumen, ist noch nicht ganz klar. Träumen ist ein biologischer Mechanismus, der jede Nacht abläuft. Wahrscheinlich träumen wir, um emotionale Eindrücke vom Tag zu verarbeiten, sodass wir am nächsten Tag wieder neue Sinneseindrücke aufnehmen können.
Da die meisten unserer Träume eher negative Inhalte haben, gehen die Forscher davon aus, dass wir hauptsächlich unsere negativen Erfahrungen und Emotionen wie Trauer, Angst oder Wut in ihnen verarbeiten. Während wir träumen, findet also eine Regeneration auf psychischer Ebene statt. Das gewährleistet, dass unser seelisches Wohlbefinden bestehen bleibt.
Das Traumerinnerungsvermögen ist bei den Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. Im Schnitt erinnern wir uns 1 Mal pro Woche an einen Traum. Manche erinnern sich jeden Morgen an einen Traum, andere so gut wie nie. Offenbar vergessen wir Träume meist, weil wir ihnen keine Bedeutung beimessen. Denn in Untersuchungen fand man heraus, dass sobald Menschen sich für ihre Träume interessieren und sich daran erinnern möchten, die Fähigkeit zur Traumerinnerung wieder zunimmt.
Viele Träume gehen während des Prozesses des Umschaltens vom Schlaf- in den Wachzustand verloren. Bessere Chancen, sich an einen Traum zu erinnern haben Menschen, die nachts häufiger wach werden. Sie können sich in der Regel besser an Träume erinnern als Menschen, die durchschlafen. Allerdings lässt sich die Fähigkeit zur Traumerinnerung trainieren und somit zurückholen. Die Trauminhalte von Männern und Frauen unterscheiden sich nicht wesentlich voneinander.
Viele Themen kommen bei beiden Geschlechtern vor. Bei Männern sind tendenziell etwas häufiger aggressive Trauminhalte zu beobachten. Waffen und Kämpfe kommen bei Männern häufiger vor als bei Frauen. Auch Träume rund um das Thema Sex sind bei Männern stärker vertreten. Bei Frauen soll der Fokus laut Traumforschern oft auf Haushaltsartikeln oder Kleidung liegen, obwohl Frauen, seit sie vermehrt berufstätig sind, auch häufiger von der Arbeit träumen.
Ob unsere Träume eine Bedeutung haben oder nicht, darüber streitet die Wissenschaft noch. Die meisten Ansätze schreiben unseren Träumen aber schon eine Bedeutung zu. Blickt man in die Geschichte der Traumdeutung, wird klar, dass sich die Interpretationen von Träumen im Laufe der Zeit veränderte. Ging man in der Bibel und in früheren Zeiten noch von einem Orakel-Charakter bei Träumen aus, die dem Träumenden die Zukunft vorhersagten, geht es in modernen Ansätzen eher um die Frage, wie die Träume mit unserer Persönlichkeit und unseren aktuellen Themen zusammenhängen.
Schon im alten Griechenland beschäftigten sich die Menschen mit der Traumdeutung. Der wichtigste Vertreter war hier Artemidor von Daldis, der im 2. Jahrhundert lebte und auch eine Buchreihe zum Thema verfasste. Der Wahrsager und Traumdeuter bezog die Trauminhalte seiner Kunden überwiegend auf deren materielle Situation sowie auf deren finanzielle Zukunft.
Der Psychoanalytiker Sigmund Freud — deutete Träume dahingehend, dass sie unbewusste, unterdrückte Bedürfnisse des Menschen ausdrücken. Besonders häufig sah er in den Traumbildern und Symbolen Indizien für den Wunsch, ein unterdrücktes sexuelles Verlangen auszuleben. Heute geht die Wissenschaft jedoch auf Abstand zu Freuds Theorie, nach der unsere Träume überwiegend verschlüsselte Botschaften unserer sexuellen Begierden seien.
Der Schweizer Psychoanalytiker Carl Gustav Jung war ein Schüler von Freud, der sich aber irgendwann von diesem distanzierte. Er war nicht der Meinung, dass Träume überwiegend sexuelle Botschaften beinhalten. Für ihn ging es in Träumen eher darum, dass sie die innere, unbewusste Wirklichkeit eines Menschen zum Ausdruck bringen, wozu auch die nicht-sexuellen Aspekte der Psyche gehören.
Jung war der Ansicht, dass sich ein Traum nur mit Kenntnis der dazugehörigen Person deuten lasse, da Träume einen stark subjektiven Charakter haben. Er ging davon aus, dass ein Traumbild bei den verschiedenen Menschen für unterschiedliche Dinge stehen kann. Jung vertrat damit schon eine recht moderne Auffassung von Traumdeutung, die sich auch bei gegenwärtigen Traumforschern und Traumdeutern findet.
Auch heute besteht keine Einigkeit darüber, wie Träume aus wissenschaftlicher Sicht zu deuten sind. Für einen der wichtigsten Traumforscher, Michael Schredl vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, ist aber klar, dass Träume für etwas stehen, das uns in unserem Leben aktuell beschäftigt. Themen, Gedanken und Emotionen, die in unserem Alltag gerade von Bedeutung sind, finden sich sehr häufig als Metapher auch in unseren Träumen wieder.
Für Schredl ist die Traumdeutung kein komplexer Vorgang, der tiefenpsychologisches Fachwissen erfordere. Vielmehr könne sich jeder selbst mit seinen Träumen beschäftigen und so wertvolle Rückschlüsse auf sich selbst ziehen. Allerdings seien Träume und auch die vorkommenden Traumsymbole individuell zu deuten und könnten nicht — wie in der esoterischen Traumdeutung üblich — verallgemeinert werden.
Um einen Traum richtig zu deuten, müsse man daher auf den einzelnen Menschen und seine Persönlichkeit schauen. Häufige Grundthemen, die offenbar bei allen Menschen vorkommen, sind laut Schredl beispielsweise Sorgen und Ängste wie Versagensangst, Verlustangst, aber auch Vermeidung etwa der Auseinandersetzung mit negativen Erlebnissen und Gefühlen.
Auch reale persönliche Stärken und Schwächen würden sich im Traum zeigen. Andere Neurowissenschaftler wie der Finne Antti Revonsuo verfolgen einen evolutionsbiologischen Ansatz. Der Forscher sieht den Sinn von Träumen darin, dass wir in ihnen gefährliche Situationen simulieren. Stehen wir im Traum beispielsweise einem gefährlichen Tier gegenüber, würden wir uns darin schulen, auch im realen Leben besser mit gefährlichen Situationen zurechtzukommen und sie zu meistern.
Für Revonsuo dient das Träumen neben der psychischen Erholung auch der Problembewältigung und Lösungsfindung. So könnte uns eine bestimmte Problemlösestrategie aus dem Traum auch im realen Leben bei der Lösung eines Problems helfen. Die selteneren positiven Träume haben für ihn keinerlei Bedeutung.
Sie seien lediglich Abfallprodukte der nächtlichen Hirnaktivität. Wieder andere Forscher halten sämtliche Träume — auch die negativen — für belanglose Nebenerscheinungen des Schlafs. Auch der Psychologe Ingo Komenda betont den stark subjektiven Charakter der Traumsymbole. Ein spezifisches Traumsymbol müsse nicht bei jedem Menschen das Gleiche bedeuten. Die Traumsymbole mit ihren Interpretationen könnten uns aber als Grundlage dienen.
Dennoch müsse die individuelle Symbolik von jedem selbst entschlüsselt werden. Wenn Du herausfinden möchtest, was Dein Traum bedeutet, dann folge dieser Anleitung vom Traumforscher Komenda:. Esoterische oder traditionelle Traumdeutungen basieren nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und können daher nicht als zwingend zutreffend angesehen werden.
Sie dienen eher der Unterhaltung als der tiefenpsychologischen Analyse, obwohl sich auch die Psychologie ernsthaft mit der Deutung von Träumen beschäftigt. Dennoch kannst Du die allgemeinen Interpretationen von Traumsymbolen und Traumbildern als Grundlage nutzen, um Deine Träume zu entschlüsseln.
Wir haben für Dich die 50 häufigsten Traumsymbole und mögliche Interpretationen zusammengetragen. Ladies haltet Euch fest: Nicht nur Frauen träumen davon, schwanger zu sein. Auch Männer schieben im Traum zuweilen eine Kugel vor sich her. Was das zu bedeuten hat? Nun, vielleicht trägt Dein Partner ebenso wie Du den tiefen Wunsch in sich, ein Baby zu haben. Vielleicht steht das ungeborene Leben aber auch stellvertretend für den Wunsch nach einem Neubeginn, einem neuen Lebensabschnitt oder für unerfüllte Träume.
Laut Traumdeutung ist es aber auch denkbar, dass ein schwangerer Mann im Traum aber auch mehr Verantwortung im realen Leben übernehmen möchte. Träumst Du von einer Schwangerschaft, kann dies aber auch bedeuten, dass Du gerade in einem wichtigen Projekt steckst, das noch nicht vollendet ist. Vielleicht gehst Du aber auch buchstäblich mit einer Projektidee schwanger, die Du demnächst umsetzen möchtest.
Das Traumsymbol Geburt könnte wie eine Schwangerschaft stellvertretend für etwas Neues in Deinem Leben stehen. Bist Du Mutter oder wirst es bald? Dann sind Baby-Träume keine Seltenheit. Dein Unterbewusstsein bereitet Dich schon mal auf die neue Lebensphase vor. Wenn Du kein Baby und auch keinen Kinderwunsch hast, kann ein Baby für Deine Verletzlichkeit, aber auch für eine neue Lebensphase oder neue Aufgabe stehen.
Symbolisch wächst Du in dem Fall an einer neuen Aufgabe. Vielleicht wünschst Du Dir insgeheim aber auch mehr Fürsorge, etwa von Seiten Deines Partners oder Deiner Familie. Ein Baby im Traum kann ferner so gedeutet werden, dass etwas in Deinem Leben nach mehr Aufmerksamkeit verlangt. Siehst Du Dich im Traum selbst als Baby, geht die Traumdeutung davon aus, dass Du Dich nach einer unbeschwerten Kindheit zurücksehnst.
Begegnet Dir im Traum eine Schlange, will Dich Dein Unterbewusstsein möglicherweise vor einer Gefahr im echten Leben warnen. Denn die Schlange steht seit jeher sinnbildlich für das Böse. Laut traditioneller Traumdeutung solltest Du Dich vor einer bestimmten Person in Deinem sozialen Umfeld in Acht nehmen.