Kohut psychologie
Die Selbstpsychologie ist eine moderne psychoanalytische Theorie und ihre klinischen Anwendungen, in den er, 70er und 80er Jahren von Heinz Kohut in Chicago konzipiert und entwickelt, die sich stetig weiterentwickelt Otto Kernberg als eine zeitgenössische Form der psychoanalytischen Behandlung. Sie integriert die Abhängigkeit von wichtigen Objekten der Umwelt , also den bedeutendsten Personen des Individuums für die Organisation und Aufrechterhaltung des Selbst Strukturniveau.
Die psychoanalytische Selbstpsychologie ist eine Psychoanalyse, die sowohl Freud und die Erweiterung und Ausdifferenzierung Heinz Hartmann als auch insbesondere den wissenschaftlichen und therapeutischen Fortschritt seit Freud berücksichtigt und in Theorie und Praxis integriert hat. Das Selbst wurde zuerst von dem psychoanalytischen Ich-Psychologen Heinz Hartmann eingeführt.
Es ergänzt das Strukturmodell der Psyche von Sigmund Freud. Dieser stellte das Modell der Psyche bestehend aus Es , Ich und Über-Ich auf. In der Objektbeziehungstheorie und der Selbstpsychologie wird das Selbst in Beziehung zu einem Objekt verstanden, also das Selbst in Relation zu einer anderen Person. Daniel N. Dass das Ich realitätsgerecht zwischen den Ansprüchen des Es , des Über-Ich und der sozialen Umwelt zu vermitteln hat, besagt, dass es orientiert ist an seinen eigenen psychischen Fähigkeiten und Möglichkeiten und an den möglichen und realen Gegebenheiten der Naturwelt und der Kulturwelt.
Den Wissenserwerb über die eigenen psychischen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Realitäten und die Möglichkeiten von Natur- und Kulturwelt nennt man Selbsterkenntnis : Erkenne dich selbst! Wahlspruch in der Griechischen Philosophie Selbsterkenntnis ist also Voraussetzung nahezu jeder glückenden Selbstverwirklichung.
Das Ich benötigt also für seine Vermittlungs-Funktion realitätsgerechte Vorstellungen über sich selbst, die »Selbst« bzw. Aus den Selbstrepräsentanzen bezieht ein Mensch seine Selbstdefinition, seine psycho-soziale Identität. Seine Funktionen sind die Selbstwahrnehmung , Selbststeuerung , Kommunikation und Bindung. Auf den ersten Blick scheint es, dass zwischen dem Ich und dem Selbst kaum Unterschiede bestehen.
Der Schein trügt aber, denn das Selbst, als die strukturierten Bilder über sich selbst, ist natürlich nicht reflexions - und kritikfähig. Nur das Ich mit seinen Funktionen des Wahrnehmens, Denkens und des Gedächtnisses vermag zu reflektieren und selbstkritisch zu sein. Die Ausbildung eines kritischen Selbst ist eine der Hauptfunktionen des Ich.
Ein Selbst kann man dann kritisch nennen bzw. Dass man sich realistisch wahrnimmt, setzt Selbsterkenntnis voraus. Selbsterkenntnis im tiefenpsychologischen Sinne ist die oft demütigende und schmerzhafte Erkenntnis der realen Grenzen des Selbst. Schmerzhaft ist diese Erkenntnis, weil wir uns alle gerne ungefährdeter, bedeutender, sicherer etc. Diesen Sachverhalt bezeichnet man als Narzissmus.
Erwachsene sollten ein realistisches Bild von sich haben — am besten eines, das ihrer Realität am nächsten kommt. Und sie sollten sich lieben und annehmen lernen so wie sie sind — und nicht, wie ein unrealistisches Über-Ich - Ich-Ideal sie gerne hätte. Und sie sollten sich nicht kleiner sehen, als es ihren Möglichkeiten entspricht, sonst können sie nicht der werden, der sie sein könnten und sein sollten.
Aber es ist auch ein mehr oder weniger unbewusster Anspruch aus dem Es: Der psychosomatische Bewegungsdrang, der Neugierdrang Wahrnehmungsinteresse und Bestätigungs-Drang Primär-Narzissmus führen unbewusst — also wie automatisch — dazu, sich zu erproben, zu behaupten und Probleme lösen zu wollen. Das optimale Ziel der Kompromissbildung ist die Findung eines stabilen, d.
Diese Kompromissbildung des Selbst ist mitunter ein schwer zu lösendes Lebensproblem. Sämtliche Pathologien werden als Ausdruck von Entwicklungsarretierungen konzeptualisiert und nicht von Konflikten. Abwehrmechanismen dienen grundsätzlich dem Selbstschutz". Dieser Selbstschutz könne sich in drei verschiedenen Übertragungsformen zeigen: [3]. Die Selbstpsychologie wurde kritisiert, weil sie die Konfliktanalyse in den Hintergrund stellt.
Otto Kernberg kritisierte sie, da sie auf das Heilungskonzept der empathischen Begleitung setzt.
Psychoanalyse & Selbstpsychologie
Klinische Phänomene erscheinen durch sie in neuem Licht, wie sogenannte narzisstische Störungsbilder, einige depressive Störungen, einige Angststörungen, sowie Essstörungen. Für diese Syndrome wurden neue Behandlungswege aufgezeigt. Die Selbstpsychologie wurde mehrfach als unanalytisch betrachtet, da Kohut die Nützlichkeit der Widerstandsanalyse bezweifelte.
Andere Autoren heben hervor, dass die Selbstpsychologie in drei Punkten kritikwürdig ist: [8]. Stern: Die Lebenserfahrungen des Säuglings. Klett-Cotta, Stuttgart , ISBN Schattauer, Stuttgart , ISBN , S. Kernberg: Schwere Persönlichkeitsstörungen. Fachbuch Klett-Cotta, Stuttgart , ISBN , S. Klett-Cotta, Deutschland , ISBN , S.
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