Irritierbarkeit psychologie

Wir informieren Sie zu Erscheinungsbild, Ursachen und Behandlung der häufigsten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Da der Forschungsschwerpunkt unserer Arbeitsgruppe auf Entstehungs- und Aufrechterhaltungsfaktoren von Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen liegt, können wir eine besondere Diagnostik- und Behandlungsexpertise für dieses Störungsbild anbieten.

Angst ist eine wichtige Emotion, die zum Leben dazugehört und uns vor Gefahren warnen kann. Angststörungen gehören zu den am häufigsten vorkommenden psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter: 6 bis 21 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind davon betroffen und drei Viertel aller Angststörungen treten das erste Mal vor dem Lebensjahr auf Kessler et al.

Es gibt verschiedene Formen von Angststörungen, die auch gemeinsam oder in Kombination mit anderen psychischen Erkrankungen z. Depressionen auftreten können. Spezifische Phobien sind durch eine anhaltende und unangemessene ausgeprägte Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen gekennzeichnet, welche in der Folge vermieden werden.

Oft löst schon der Gedanke daran eine starke Angstreaktion aus. Die gefürchteten Dinge können ganz unterschiedlich sein: einige Kinder haben Angst vor bestimmten Tieren z. Spinnen , andere vor Situationen z. Gewitter , Verletzungen z. Blut oder sonstige Situationen z. Verschlucken können zu einer Phobie werden.

Spezifische Phobien sind keine Seltenheit: ca. Sie beginnen von allen Phobien am frühesten und können bereits im Kleinkindalter auftreten.

Störungsbilder

Für die Entstehung einer Spezifischen Phobie gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze. Aber auch genetische Faktoren spielen eine Rolle. Einen wichtigen Anteil an der Aufrechterhaltung von phobischen Störungen hat das Vermeidungsverhalten. Somit werden Hunde in der Folge erst recht vermieden und es gibt keine Möglichkeit, neue, positive Erfahrungen mit dem Tier zu machen.

Dabei steigert sich die Angst innerhalb kurzer Zeit sehr stark und es kommt zu körperlichen Erscheinungen wie Schwindel, Herzklopfen oder Brustschmerz und manchmal sogar der Angst, zu sterben. Solche Angstattacken können auch im Rahmen anderer Angsterkrankungen z. Phobien auftreten, Kennzeichen der Panikstörung ist jedoch, dass das Auftreten nicht vorhersehbar ist und sich z.

Panikstörungen sind im Kindesalter eher selten und treten bei 0,5 bis 1,5 Prozent der Kinder und Jugendlichen auf Costello et al. Treppe steigen zu körperlichen Veränderungen z. Panik und dadurch treten erneut körperliche Veränderungen z. Bei der Generalisierten Angststörung stehen häufig auftretende und als unkontrollierbar erlebte Sorgen und Befürchtungen über verschiedene Themen z.

Versagen in der Schule, zukünftiges Unglück im Vordergrund. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind oft stark angespannt und fühlen sich unruhig, auch Schlaf- und Konzentrationsstörungen sind häufig. Ebenso können körperliche Beschwerden ohne medizinische Ursache wie Bauch- und Kopfschmerzen auftreten. Obwohl die Generalisierte Angststörung am häufigsten im mittleren Erwachsenenalter beginnt, sind auch ca.

Wichtige Entstehungsfaktoren sind ein überängstliches Temperament, genetische Einflüsse und neurobiologische Faktoren. Auch Umweltfaktoren wie elterliche Überbehütung spielen eine Rolle. Bei einer Agoraphobie haben die betroffenen Kinder und Jugendliche Angst davor, sich in bestimmten Situationen nicht an einen sicheren Platz zurückziehen zu können.

Solche Situationen können zum Beispiel Menschenmengen, öffentliche Plätze und Reisen mit weiter Entfernung von zuhause sein. Die Agoraphobie beginnt meist im späteren Jugend- und frühen Erwachsenenalter und tritt im Kindesalter selten auf Heiser, Von den Erwachsenen sind ca. Eine Agoraphobie kann, wie auch die Spezifische Phobie, aus Lernerfahrungen in Kombination mit genetischen Veranlagungen entstehen.

Die Vermeidung der gefürchteten Situationen bzw. Orte verstärkt die Angst meist zusätzlich. Kinder und Jugendliche mit Sozialer Angststörung haben Angst vor sozialen Situationen , wie der Interaktion mit anderen Menschen z. Dabei haben sie Sorge, sich zu blamieren oder negativ bewertet zu werden. In den betreffenden Situationen können verschiedene Körperreaktionen wie Übelkeit, Erröten oder Zittern auftreten.

Eine Soziale Angststörung beginnt bei etwa der Hälfte der Betroffenen vor dem Häufig zeigen sich schon im Kindergartenalter Schüchternheit und ein gehemmtes Temperament. Je nach Studie wird berichtet, dass 1 bis 10 Prozent der Kinder und Jugendliche an einer Sozialen Angststörung leiden Costello et al. Bei der Entwicklung der Erkrankung spielen biologische und genetische Faktoren, aber auch Lernerfahrungen z.

Ausgrenzung durch Gleichaltrige; Überbehütung durch die Eltern eine Rolle. Zudem fällt es den betroffenen Kindern häufig schwer, mit negativen Emotionen umzugehen und sie achten besonders auf Reize, die bedrohlich sein könnten. Trennungsangst ist bei jüngeren Kindern ein entwicklungstypisches Verhalten. Aus dieser Angst heraus können sie sich zum Beispiel davor weigern, alleine tagsüber zuhause zu bleiben, alleine zu schlafen oder in die Schule bzw.

Falls die Vermeidung der Trennungssituation nicht möglich ist, kann gereiztes oder aggressives Verhalten auftreten z. Auch wiederholte Albträume und körperliche Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Übelkeit können Teil der Erkrankung sein. Die Emotionale Störung mit Trennungsangst tritt bei etwa 2 bis 4 Prozent der Kinder auf Costello et al. Bislang gibt es noch keinen spezifischen Erklärungsansatz zur Entstehung der Erkrankung.

Es wird angenommen, dass ein gehemmtes Temperament und ein unsicherer Bindungsstil sowie ein überbehütendes Erziehungsverhalten und bestimmte Aufmerksamkeitsverzerrungen eine Rolle spielen. Bei der Behandlung von Angststörungen findet zunächst eine Psychoedukation statt. Danach können verschiedene Kognitive Interventionen zum Einsatz kommen. Manchmal ist auch ein Soziales Kompetenztraining hilfreich.

Depressionen werden häufig mit Traurigkeit verbunden.

Psychische Störungen in der frühen Kindheit

Im Jugendalter ab ca. Depressionen haben viele Gesichter, die sich auch über die Zeit wandeln können. Zudem sind sie meist schnell irritierbar und zeigen im Spiel wenig Phantasie, Kreativität und Ausdauer. Teilweise haben Sie auch gar keine Lust zu spielen. Einige der betroffenen Kinder ziehen sich stark zurück. Aber auch Reizbarkeit und aggressives Verhalten kann im Zusammenhang mit einer depressiven Erkrankung stehen.

Häufig haben die Kinder keine Freude an körperlichen Aktivitäten z. Sportspielen und interessieren sich generell für wenige Dinge. Ebenfalls werden Schlafstörungen z. Alpträume berichtet. Im Spiel kommen häufig Themen wie Schuld oder Wertlosigkeit auf. Im Schulalter werden die traurigen Gedanken der Kinder nicht mehr nur im Spiel thematisiert, sondern können auch erzählt werden.

Auch hier können aggressive Verhaltensweisen Ausdruck einer Depression sein. Häufig klagen die Kinder auch über Bauch- oder Kopfschmerzen. Jugendliche mit Depressionen wirken oft teilnahmslos, können aber auch häufig wütend oder verzweifelt sein. Zukunftsängste, Selbstvorwürfe und vermindertes Selbstvertrauen sind Themen, über die die Jugendliche häufig lange nachgrübeln.

In der Schule zeigt sich die depressive Erkrankung oft durch Leistungsstörungen oder Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Es gibt vielfältige Gründe für die Entstehung einer Depression. So können eine genetische Vorbelastung, Stress z. Verlust einer wichtigen Person; Trennung der Eltern; Mobbingerfahrungen zusammenspielen.

Ein wichtiger Faktor bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Erkrankung sind die Gedanken, die Kinder und Jugendliche mit Depressionen haben. Diese sind meist nicht realistisch. Bei der Behandlung von depressiven Erkrankungen wird zunächst eine Psychoedukation durchgeführt. Teilweise wird auch ein Soziales Kompetenztraining durchgeführt, um z. ADHS ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter.

Ungefähr 4 bis 5 Prozent aller Kinder und Jugendlichen erhalten im Laufe ihres Lebens diese Diagnose Göbel et al. Je nachdem, welche Auffälligkeiten vordergründig sind, kann in drei Formen der ADHS unterschieden werden:. Bei dem gemischten Erscheinungsbild zeigen die Kinder und Jugendlichen sowohl Symptome von Unaufmerksamkeit z.

Flüchtigkeitsfehler, häufiges Verlieren von Gegenständen, Ablenkbarkeit als auch Hyperaktivität z. Herumrutschen auf dem Stuhl, häufiges Umherlaufen, Schwierigkeiten, sich ruhig zu beschäftigen und Impulsivität z. Hingegen sind bei dem vorwiegend unaufmerksamen Erscheinungsbild vor allem Symptome er Unaufmerksamkeit auffällig, während die Betroffenen nicht überdurchschnittlich hyperaktiv oder impulsiv sind.

Bei dem vorwiegend hyperaktiv-impulsiven Erscheinungsbild ist es andersherum — hier steht hyperaktives und impulsives Verhalten im Vordergrund und die Aufmerksamkeit ist nicht unbedingt beeinträchtigt. Allen Typen gemeinsam ist, dass die Auffälligkeiten nicht nur in einem Lebensbereich z. Je nach Alter der Kinder bzw.

Jüngere Kinder mit ADHS sind häufig sehr angespannt und gereizt und zeigen hyperaktive Verhaltensweise. Häufig spielen sie nicht besonders intensiv und ausdauernd. Teilweise kann auch die Entwicklung verzögert sein. Nach dem Schuleintritt zeigen sich die Symptome häufig intensiver. So können die betroffenen Kinder oft dem Unterricht nicht gut folgen, sind unruhig und ablenkbar.