Totalitär psychologie soliongen coaching

Vor Ort Service NRW: Düsseldorf, Köln, Bonn, Leverkusen, Aachen, Neuss, Krefeld, Oberhausen, Hilden, Haan, Langenfeld, Mettmann, Solingen, Wuppertal, Essen, Bochum, Münster Überregionaler Service: Hamburg, Berlin, Frankfurt, Stuttgart. Was bedeutet "Totalitarismus"?

Wissen: Kollektivistisch orientierte Persönlichkeiten

Was ist "totalitär" bzw. Was sind Totalitäre"? Was bedeutet Totalitarismus für Information, Kommunikation und Rhetorik? Welche Psychologie steckt dahinter? Der Begriff "totalitär" kommt aus dem Lateinischen von "totus", was so viel bedeutet wie "ganz" bzw. Unter einem totalitären Staat versteht man eine politische Herrschaft, bei der die Menschen weitestgehend bis vollständig dem staatlichen System unterworfen sind.

Selbst wenn ein totalitäres System sich mit dem Schein einer vermeintlichen "Demokratie" schmücken sollte, handelt es sich letztendlich um eine Form der Diktatur, also um eine Zwangsherrschaft ohne wirkliche Demokratie, bei dem das Volk in seinen Freiheiten in einer gewissen Art und Weise eingeschränkt wird. Um Totalitarismus zu verstehen, muss man sich vorab mit dem Gegenteil - dem Wesen einer Demokratie - vertraut machen.

Denn diesbezüglich gibt es Missverständnisse. Ob diese "Missverständnisse" nun unbewusst erfolgen oder gar mit Vorsatz vorgetrieben werden, sei dahingestellt. Journalisten und Medien tragen hier eine ganz besondere Verantwortung. Leider tragen die heutigen in Politik und Medien wirkenden Menschen, die sich mehr als politische Aktivisten als "Journalisten" verstehen, erheblich mit dazu bei, das allgemein gültige Demokratie-Prinzip völlig zu verzerren, zu verdrehen oder gar für die gewaltsame Durchsetzung der eigenen Ideologie zu missbrauchen.

Der besagte Staatsrechtler klärt vorab folglich vorerst über das Prinzip einer Demokratie auf:. Ganz wesentliche Grundlage einer Demokratie ist demnach, dass politische Ziele nicht mit Gewalt durchgesetzt werden dürfen. Darunter fällt auch die Ausübung von Zwang bzw. Definition anwenden und versuchen, ihre politischen Ziele mit Zwang durchzusetzen.

Demokratie bedeutet, dass Entscheidungen getroffen werden auf der Basis freier Willensentscheidungen, die nicht beeinflusst werden dürfen. In einer offenen demokratischen Gesellschaft wird in einer offenen geistigen Auseinandersetzung über die Wahrheit gestritten. Jeder kann davon überzeugt sein, dass er selbst Recht hat mit seiner politischen Überzeugung, muss aber akzeptieren, dass andere einer anderen Auffassung dazu haben.

Es muss dann mit Argumenten darüber gestritten werden. Innerhalb der staatlichen Ordnung darf es kein Freund-Feind-Verhältnis geben. Soweit die Einleitung zur Klärung des Wesens einer Demokratie. Schreiten wir nun zum Wesen des Totalitarismus:. Ein typisches Indiz für ein totalitäres System ist das Aufbauen solcher Freund-Feind-Bilder sowie die direkte per Gesetz oder indirekte sozialer Druck Einschränkung der Meinungsfreiheit bzw.

In diesem Zusammenhang ist ein totalitäres System bestrebt, Einfluss auf die Medien z. Zeitungen und Fernsehen zu nehmen und kritische Berichterstattungen einer direkten per Gesetz oder indirekten sozialer Einfluss Zensur zu unterziehen. Kritische Medienberichte oder Kommentare werden in totalitären Staaten nicht veröffentlicht, beschnitten oder gelöscht.

Kritiker, die sich dennoch zu Worte melden, werden diffamiert z. Die einfache Regel: Wer die Leitmedien bzw. Die Politik wird und muss sich dem aufgrund des massiven sozialen Einflusses Sozialpsychologie fügen. Die Medien entscheiden folglich darüber, was die Bürger wissen, glauben und denken sollen, allein bereits dadurch, dass auch ohne eine vollendete Diktatur stets eine Lenkung der Aufmerksamkeit in die von den jeweiligen Medienvertretern gewünschte politische Richtung erfolgt.

Diese Aufmerksamkeit kann durch Fokussierung noch verstärkt werden. Unbequeme Informationen werden einfach weggelassen, verzerrt oder nur ausschnittsweise oder zu günstigen Zeitpunkten wiedergegeben oder einfach komplett herumgedreht sogenannte "Umkehr". Die damit erzielte selektive Wahrnehmung entscheidet letztendlich darüber, was der Rezipient glaubt und denkt - und wie er sich z.

Eine gefährliche Partei oder ein gefährliches Parteien-System braucht folglich nur die gewünschte selektive Wahrnehmung erzeugen und erreicht dadurch, dass sie selbst dann gewählt wird, wenn sie Böses im Sinn hat. Selektive Wahrnehmung entscheidet ebenso darüber, dass eine mögliche bessere Alternative z.

Gutes und die Bekämpfung de s Bösen im Sinn hat nicht gewählt und sogar bekämpft wird. Das Zielführendste ist allerdings das Framing, bei dem Informationen in einen anderen Kontext gestellt werden, einen anderen Rahmen erhalten und damit völlig andere bis entgegengesetzte Wahrnehmungen und Inhalte erhalten. Der Intellekt der Bürger spielt - wenn auch relevant - hier jedoch nur eine eher zweitklassige Rolle.

Denken basiert auf eingehenden Informationen und deren Verarbeitung. Was wir denken, wird durch die ggf. In extremen totalitären Systemen kommt es zur Verhaftung und ggf.

LEICHT BESCHLAGEN

Aber auch in annähernd totalitaristischen Systemen haben Totalitäre gang konkrete Vorstellungen, wie mit ihren politischen Gegnern zu verfahren ist: Etikettierung, Stigmatisierung, Diskreditierung, Diffamierung, Abgrenzung, Ausgrenzung, Ächtung, Löschung, Kündigung, Strafverfolgung etc. Ein probates Mittel zur Erreichung einer Toleranz oder Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber totalitären bzw.

Die vollständige Kontrolle der Medien gilt ebenso als Ideal wie die Stärkung der Staatsmacht. Daher arbeiten totalitäre Systeme an Veränderungen im Hinblick auf vollständige Machtübernahme z. Üblicherweise soll eine solche Gewaltenteilung in demokratischen Staaten dafür sorgen, dass die Staatsmacht nicht zu einseitig verteilt ist. Erstmals verwendete der italienische Politiker und Staatskritiker Giovanni Amendola den Begriff "totalitär" in einem politischen Zusammenhang, als er den Faschismus in Italien unter Benito Mussolini als "totalitäres System" bezeichnete.

In einem totalitären Staat muss jedoch nicht zwingend ein Einzelner bzw. Totalitäre oder totalitaristische Systeme involvieren sich in die Meinungsbildung der Bürger, aber gerne auch in andere Länder, Nationen und Systeme, die sie kritisieren, zu etwas drängen, nötigen und ggf. Druck ausüben. Andere politische Meinungen, Werte oder Ansichten werden von Totalitären nicht geduldet.

Ein totalitäres System ist bestrebt, möglichst sämtliche Bereiche des Lebens unter Kontrolle zu bekommen und unter Kontrolle zu halten. Das bezieht sich z. Kontrolle durch eine spezielle Behörde , die Freizeitgestaltung z. Rauchverbot, Zulassung bestimmter Medikamente und Behandlungsmethoden sowie den Einfluss im Hinblick auf die Berufsausübung z.

Vorschrift bestimmter beruflicher Qualifikationen oder gar Berufsverbot. Zum Zwecke einer vermeintlich logischen Erklärung werden sogenannte Legenden implementiert und eine "Schein-Logik" erzeugt. Ebenso wird die Kommunikation gelenkt z. Hinzu kommen viele weitere Wahrnehmungsfehler und Effekte, die u. Totalitären Systeme liegen bestimmte Ideen und Überzeugungen zugrunde z.

Derartige Ideen und Überzeugungen nennt man Ideologien. Rassen-Wahn, Allmachts-Denken, Vorstellung von einer "Heilen Welt" usw. Nicht selten besteht bei totalitären Diktatoren ein psychologischer Zusammenhang mit Persönlichkeitsmerkmalen, die dem Fachgebiet der Psychiatrie zuzuordnen sind. Nicht wenige Diktatoren bzw. Totalitäre waren Psychopathen, die letztendlich lediglich ihre Psychopathie oder andere Formen von Persönlichkeitsstörungen oder gar psychischen Erkrankungen z.

Schizophrenie auslebten. Die Ideen und Überzeugungen eines totalitären Systems sollen von allen Bürgern übernommen werden. Kritisches und selbstständiges Denken ist dabei unerwünscht. Idealvorstellung eines totalitären Systems ist die Schaffung eines "neuen Menschen", der einem bestimmten Idealbild entspricht.

Diesem Idealbild werden zum Zwecke der Polarisierung und des sehr wirkungsvollen Polarisierungs-Effektes bestimmte "Feindbilder" gegenüber gestellt. Dieser Polarisierungs-Effekt dient zugleich der gruppendynamischen Stärkung des sogenannten "Wir-Gefühls". Ziel ist die Aufhebung der sogenannten "ICH-Identität" und ein Wechsel in Hinblick auf eine neue kollektivistische "WIR-Identität", bei der nicht mehr das Individuum, also der einzelne Mensch, sondern die Gemeinschaft zählt, in der sich der Einzelne unterordnen muss.

Die persönliche Freiheit des Menschen wird hingegen eingeschränkt. Daher lautete eine Parole der Nationalsozialisten: "Du bist nichts, dein Volk ist alles". Zudem werden manipulative sprachliche Begriffe implementiert und rhetorisch genutzt, die meinungs- bildungstechnisch gesellschaftspolitische Werte in einer ganz bestimmten Richtung interpretieren lassen, manchmal sogar völlig gegensätzlich.

Die Reaktion: Beifall und Begeisterung, obwohl es auf den Untergang zugeht. Viele heutige Begriffe sind bereits ebenso systemisch-strategisch behaftet. Egal in welche totalitären System: Stets geht es darum, Andersdenkende aus allen bürgerlichen Schichten mundtot zu machen und ernsthafte Diskussionen zu umgehen bzw. Allein die Kontaktaufnahme zu einem "Juden" stellte im "Dritten Reich" eine Gefahr für Image, Freiheit, Leib und Leben dar.

In der ehemaligen DDR gab es ähnliche Begriffe und Zuordnungen, die ihre Wirkung zeigten. In totalitären Systemen sollen die Menschen von Kindheit an zu möglichst angepassten Bürgern erzogen werden, die von den gesellschaftlich vorgegebenen Idealen vollständig überzeugt sind und die Regeln des Systems nicht infrage stellen.

Dazu wird sogenannte "Propaganda" im Sinne der Herrschenden - und auch unterschwellige Meinungsbeeinflussung betrieben. Besonders gravierend wird sich das aus, sofern wesentliche Medien entweder in öffentlich-rechtlicher Hand sind, öffentlich rechtlich kontrolliert werden oder privatwirtschaftliche Medien politisch im Sinne des Systems unterwandert werden.

Nicht selten werden die Bürger in totalitären Systemen überwacht und bespitzelt. Kritiker der herrschenden Politik müssen mit Verfolgung und Bestrafung rechnen. In extremen totalitären Systemen werden Menschen, die sich der Regierung nicht anpassen, eingesperrt, gefoltert oder gar getötet. Die Bevölkerung wird häufig dazu angehalten oder gar gezwungen, zum angeblichen Wohl der Allgemeinheit "auffällige" Mitmenschen zu beobachten und zu verraten, damit "Staatsfeinde" bekämpft und ausgeschaltet werden können.

Damit werden die Menschen eingeschüchtert. Typisch für ein gegen das eigene Volk gerichtetes System ist es, Kriminelle zu schonen, aber politische Gegner als Kriminelle zu behandeln Alexander Solschenizyn Ein totalitäres System wirkt zu Beginn bzw. Es ist zwar letztendlich "böse", tritt aber immer unter dem Deckmantel oder sogar Decknamen des vermeintlich "Guten", des "Heilbringers" oder des "Entwicklers" oder "Retters" auf.

Eine intensive Beschäftigung mit den Fächern Geschichte, Psychologie z. Wahrnehmungspsychologie und Sozialpsychologie und Soziologie hilft ebenso wie gute Kenntnisse in Sachen Kommunikationspsychologie und Rhetorik , die Entstehung totalitärer Systeme zu erkennen. Dennoch ist es - allein aufgrund des " Sozialen Einflusses " nahezu unmöglich, sich einem totalitärem System im Inneren zu entziehen, sofern dies nicht rechtzeitig durchschaut und bekämpft wird.

Um ein eventuelles Durchschauen und eine rechtzeitige Bekämpfung zu vermeiden, arbeiten totalitäre Individuen oder Gruppierungen mit dem sogenannten Krisen-Effekt. Ein jeder wird dann nämlich bestrebt sein, "sein Schäfchen ins Trockene zu bekommen", womit sich der "Wolf im Schafspelz" letztendlich vollends etablieren kann.