Definition abgrenzung psychologie

In dieser Arbeit sollen Werte und Wertesysteme definiert werden. Im zweiten Teil der Arbeit folgt ein Einblick in Rokeachs empirische Arbeit. Es folgt eine Faktoranalyse bezüglich der Struktur von Wertebündeln. All diese Schritte sollen die vielseitigen Möglichkeiten der Analyse und Messung von Werten aufzeigen. Beim soziologischen Begriff ist abzugrenzen zwischen Werten, die auf der gesellschaftlichen Ebene liegen und Werten, die das Individuum betreffen.

Sofern nicht anders definiert, ist in dieser Arbeit stets der persönliche Wert gemeint, welcher das Individuum betrifft. Für die Definition eines solchen Wertes gibt es in der Soziologie mehrere Ansätze. Diese Annahmen dienen Rokeach als Argument dafür, dass das Wertekonzept eine zentrale Rolle in allen wissenschaftlichen Bereichen tragen sollte.

Rokeach arbeitet die Ideen Kluckhohns also weiter aus und leitet somit eine Wende ein. Wären Werte unveränderlich, würde es nie gesellschaftlichen oder individuellen Wandel geben. Wären Werte komplett instabil, gäbe es keinen Fortbestand der Gesellschaft. Den beständigen Charakter von Werten erklärt Rokeach anhand der Tatsache, dass Werte in absoluter Form beigebracht und verstanden werden.

Man möchte bspw. Gleichzeitig kommt es im Leben zwangsläufig zu Situationen, in denen man die eigenen Werte gegeneinander aufwiegen und gewisse Werte möglicherweise vernachlässigen muss. Jede Untersuchung von Werten sollte diese beiden Eigenschaften berücksichtigen. Ein Wert ist eine Glaubensvorstellung Rokeach f. Diese befassen sich grundsätzlich mit der Frage, ob ein bestimmtes Mittel oder ein bestimmter Zustand wünschenswert sind oder nicht.

Hier trifft Rokeach die für den weiteren Verlauf dieser Arbeit fundamentale Unterscheidung zwischen terminalen und instrumentellen Werten. Terminale Werte beschreiben wünschenswerte Lebensziele. Persönliche Werte beziehen sich auf das Individuum, bspw. Instrumentelle Werte beschreiben wünschenswerte Verhaltensweisen. Moralische Werte sind zwischenmenschliche Werte, deren Missachtung zu dem Gefühl führt, etwas falsch gemacht zu haben, bspw.

Kompetenzwerte betreffen die eigenen Fähigkeiten des Individuums. Scheitert man daran, diese umzusetzen, führt dies zu einem Gefühl von Unfähigkeit, bspw.

Gesunde Abgrenzung – für ein harmonisches und kraftvolles Miteinander

Eher werden verschiedene Verhaltensweisen von multiplen, sich verändernden Wertebündeln beeinflusst. Die Werte innerhalb des Wertesystems sind relativ beständig, die Rangfolge kann sich jedoch im Laufe des Lebens aufgrund von persönlichen Erfahrungen verschieben. Des Weiteren seien terminale und instrumentelle Werte zwar separate, jedoch funktional miteinander verbundene Wertesysteme.

Die instrumentellen Werte sind das Mittel zum Erreichen der terminalen Werte. Oftmals geschieht dies unbewusst und nicht jeder instrumentelle Wert führt zwangsläufig zu einem terminalen Wert. Oft führen mehrere instrumentelle Werte zu einem oder mehreren terminalen Werten. Die Einteilung von Werten in instrumentelle und terminale Werte darf durchaus kritisch beäugt werden.

Den Probanden wurde der Unterscheid zwischen terminalen und instrumentellen Werten erklärt und sie wurden danach aufgehört, gewisse Werte der entsprechenden Gruppe zuzuordnen. Anhand von Werten bilden wir unser Urteil gegenüber gesellschaftlichen Themen und dem Verhalten anderer Mitmenschen. Werte geben uns vor, welche Charaktereigenschaften, Glaubensvorstellungen und Taten unserer Mitmenschen wir befürworten sollten und welchen man sich entgegenzustellen sollte.

Rokeach 13 Wertesysteme dienen der Lösung von Konfliktsituationen und der Entscheidungsfindung. Innerhalb des Wertesystems eines Menschen existiert eine Rangfolge von erlernten Werten, die ihm dabei hilft, zwischen handlungsbezogenen Alternativen zu wählen, da man nie alle Werte gleichzeitig befriedigen kann. Rokeach 14 Langfristig gesehen haben Werte und Wertesysteme laut Rokeach vor allem eine motivierende Funktion.

Die motivierende Funktion von instrumentellen Werten besteht darin, durch die Ausübung jener die terminalen Werte, also Lebensziele, zu erreichen. Terminale Werte hingegen stellen ein ultimatives Ziel dar, nachdem es sich stets zu Streben lohnt. Rokeach schreibt Werten diese drei Funktionen analog zu. Am einfachsten lassen sich diese Wertefunktionen anhand von Beispielen verstehen.

Eine rechtfertigende Wirkung ist dann gegeben, sobald die Missachtung einer Norm mit dem Streben nach einem persönlich höher priorisierten Wert wie z. Ein Mensch besitzt so viele Werte, wie er Vorstellungen von wünschenswerten Verhaltensweisen oder existenziellen Endzuständen gelernt hat. Soziale Normen enthalten im Gegensatz zu Werten nie existenzielle Ziele.

Zudem beziehen sich soziale Normen immer auf eine spezifische soziale Situation, während Werte allgemein gefasst sind. Soziale Normen haben stets eine externe Komponente. Werte sind personenbezogen.