Warum stellen manche menschen nie fragen psychologie

Ich kenne auch das Gegenteil: Freunde oder Verwandte, die mich anschreiben und mir Fragen stellen und sich dann nicht für die Antwort interessieren, indem sie die Nachricht oder Audio Monate lang nicht öffnen u. Dabei Antworte ich bei solchen Leuten immer extra kurz und knapp und Stelle dabei auch Gegenfragen Die mich übrigens wirklich interessieren.

Ich frage mich immer, wieso sie mich dann aus dem nichts anschreiben und etwas Fragen. Es nervt mich jedes mal, da ich mich echt bemühe und dann NICHTS zurück kommt. Das hinterlässt ein so unangenehmes Gefühl! Auch in meiner Familie sprich Eltern. Ich hatte immer extrem viele Freundinnen und auch Kumpels. Mann mit dem is aber nichts geworden weil er wie ich fand, nicht zu mir passte und alle, wirklich ALLE reden nur von sich selber und erzählen von ihren ganzen Problemen und über ihr ganzes Leben.

Aber fragen dich nie etwas zB. Das gleiche bei Kollegen. Trotzdem wollen alle mit dir beste Freunde sein. Das führte nun auch dazu das ich absolut mit niemanden etwas zu tun haben will. Die einzige die fragen stellt bin immer ich. Nur sehr selten wurde ich mal etwas gefragt. Ich merke es auch beim chatten mit fremden Leute. Sie schreiben mich zwar immer wieder mit dem gleichen Müll an.

Dann frage ich mich immer wieder, wieso zum Henker schreiben die mich an. So habe ich auch keine Lust mehr mit irgendjemanden zu chatten. Ich denke wir sind selber Schuld, wir schenken Menschen mit unseren Fragen mehr Aufmerksamkeit dann missbrauchen sie uns als kostenlose Therapeuten die stets ein offenes Ohr haben weil wir nicht von uns aus so viel reden können.

Dann denken sie sich, die is doch eh so still oder die hat doch eh nichts zu erzählen. Also kann man sie stundenlang vollabbern, zuspamen und ihnen Romane schreiben. Ich finde persönliche und zu viele Fragen stellen zudringlich. Bisher ging ich davon aus, dass Menschen selbst von sich aus erzählen, wenn sie und was sie mitteilen wollen. Ich möchte sie nicht interviewen und ausfragen.

Warum zeigen sie sich nicht offen sondern warten, bis sie gefragt werden, frage ich mich… Und erwarten das befragt werden auch. Warten Introvertierte mit dem sich öffnen, bis sie gefragt werden? Das Gefühl dann hinter einem Redeschwall wiederum verbergen. Ich sage dann eher meistens, wie es mir geht, also hm, ich bin jetzt unsicher, weil du zurückhaltend auf mich wirkst. Ich würde mich freuen, wenn du etwas von dir aus erzählst, was auch immer du gerne und jetzt mit mir teilen möchtest.

Ich bin da offen und ganz Ohr. Wenn Fragen allerdings so erleichternde Brücken sind und nicht die Interaktion sondern die Fragen selbst als Interesse empfunden werden, dann werde ich es mal mit mehr Fragen bei bestimmten Personen versuchen. Vielleicht kenne ich noch nicht genug oder gut genug introvertierte Menschen und das wäre schade, oder?

Warum interessiert sich niemand für mich und meine Bedürfnisse?

Ich bin introvertiert, kann aber leidenschaftlich reden wenn ich das Gefühl habe, mein Gegenüber interessiert sich für mich. Wenn ich das Gefühl habe, derjenige hört nicht zu, fragt nicht weiter nach und wartet nur darauf, wieder selbst zu Wort zu kommen, verstumme ich und höre den Monologen nur noch zu — oder stelle Fragen um die Zeit rumzukriegen. Ich öffne mich also eigentlich sehr gerne und liebe Unterhaltungen, in denen wahres Interesse beiderseits besteht, was sich für mich auch durch wechselseitiges Nachfragen zeigt.

Aber ich verschwende meine Worte nicht an Leute, die mir nicht zuhören. Dafür bin ich mir zu schade. Dann kann ich mich auch vor den Spiegel stellen und mit mir selbst reden. Das frisst mir nur meine Energie ohne etwas zurück zu geben. Es tut aber NUR gut und schenkt Energie, wenn das Gegenüber auch zuhört. Um einfach nur Monologe zu droppen, kann man auch Tagebuch schreiben- dafür braucht man keine anderen Menschen.

Da der Introvertierte jedoch meist gut zuhören, seine ganze Aufmerksamkeit schenken und empathisch auf den anderen eingehen kann, fühlt sich der Vielredner am Ende des Treffens sicher meistens gut. Er fühlt sich gehört, verstanden, bemerkt, hat neue Energie. Der Intro jedoch fühlt sich energetisch ausgesogen und benutzt. Am schönsten sind für mich jene Gespräche, in denen man sich hingegen gegenseitig Aufmerksamkeit schenkt und Wertschätzung.

In denen man Gemeinsamkeiten entdeckt, Pläne schmiedet, sich offen begegnet, Positives sowie Negatives teilt und mitfühlt, zuhört und dadurch neues vom Gegenüber lernt. Bis heute reden wir sehr viel miteinander, fragen viel nach dem Befinden des anderen und tauschen Gedanken über Gefühle ganz selbstverständlich aus. Wir schämen uns nicht Fragen zu stellen weil wir einander vertrauen und keine Egos, Schwächen oder Geheimnisse zu bewahren haben… Daher frage ich mich nachdem ich jetzt des Öfteren gelesen habe, dass die Extros die Intros für verschlossen halten: Vielleicht sind es ja eigentlich die Introvertierten, die offener sind?

Für mich wirkt der fragenverweigernde, redende Extrovertierte nämlich viel eher verschlossen, obwohl er scheinbar soviel von sich preisgibt. Aber der Inhalt des Gesprochenen ist dann doch meist oberflächlich. Wer nicht nachfragt, wirkt auf mich also verschlossen. Demnach wirken die meisten Vielredner auf mich verschlossen und nicht offen, obwohl augenscheinlich doch soviel gesprochen wird.

Mich beschäftigt das Thema auch, da ich eine introvertierte Person die viele Fragen stellt und gut zuhören kann bin, aber mir werden nur sehr selten Fragen zurückgestellt.

Nicht antworten – Psychologie: Der Hintergrund, warum Menschen nicht antworten!

Ich habe eine Person in meinem engsten Freundeskreis, da eine Freundin nur von sich erzählt und mir fast nie Fragen oder rückfragen stellt. Ich habe mir vorgenommen mit ihr darüber zu reden aber kann man so eine Person überhaupt dazu bringen mehr Fragen zu stellen? Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass es wieder um die neuesten Entwicklungen in ihrem Arbeitsalltag geht.

Ich befürchte, da hilft nur knallharte Ehrlichkeit meinerseits. Aber dafür bin ich gar nicht der Typ. Ich kann die Thematik wahnsinnig gut nachvollziehen und kenne das, wenn man wie ein leergegangener bzw. Solche Gesprächstypen merken einfach nichts. Man könnte sie auch Energievampiere nennen. Inzwischen durch Entwicklung in verschiedene Richtungen und längere Pausen zwischen den Treffen finde auch ich Fragen sehr wichtig.

Am schönsten ist es, wenn das ggü sich merkt, was im letzten Gespräch erzählt wurde und anknüpfend fragt. Wie z. Wie war denn euer Urlaub in XY? Geht es deiner Mutter inzwischen besser? Mir ist gegenseitige Aufmerksamkeit sehr wichtig und das ist ja nicht nur von der Anzahl der Fragen abhängig.

Einen schönen Tag :.