Psychologische folgen homeoffice
Das macht das Homeoffice mit der Psyche Mi Neuen Studien zufolge wirkt sich Fernarbeit positiv auf das Arbeitsklima aus, der Psyche setzt die Pandemie jedoch zu. In der Schweiz betrifft dies etwas mehr als die Hälfte der Angestellten. Im Rahmen einer internationalen Arbeitsmarktstudie wurde nun untersucht, wie sich Fernarbeit auf das Arbeitsklima in Betrieben auswirkt.
Arbeitswelt: Homeoffice kann psychische Belastung erhöhen
Positives Arbeitsklima trotz Homeoffice Die Studie wurde im Dezember im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half durchgeführt. Befragt wurden Manager mit Personalverantwortung General Manager, CIOs, CFOs in kleinen Mitarbeiter , mittelgrossen Mitarbeiter und grossen oder mehr Mitarbeiter Unternehmen in Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien je Teilnehmer.
Den Ergebnissen zufolge bemerkten 38 Prozent der Führungskräfte bei ihren Mitarbeitenden nach wie vor eine positive Einstellung gegenüber ihrer Arbeit. Für ebenso oviele zeichne sich Fernarbeit durch gute Zusammenarbeit und gutes Arbeitsklima aus. Ebenfalls mehr als ein Drittel der Befragten 36 Prozent habe angegeben, dass ihre Arbeitnehmenden trotz der aktuellen Bedingungen "engagiert und produktiv" arbeiten würden.
Die Stimmung ist positiv und Kollegen unterstützen einander. Von der hohen Produktivität profitieren auch die Unternehmen", sagt Eva Mahoney, Associate Director bei Robert Half in Zürich. Eine Studie von Sotomo hat zuletzt ergeben, dass die Pandemie den digitalen Leistungsdruck gesenkt habe - mehr dazu lesen Sie hier. Ein grosser Vorteil hybrider Modelle sei für 33 Prozent der befragten Führungskräfte die damit einhergehende Agilität.
Hybride Modelle: gekommen, um zu bleiben Mit 88 Prozent gehe der überwiegende Teil der Manager davon aus, dass sich hybride Arbeitsmodelle langfristig etablieren könnten. Das Center for Aviation Competence der Universität St. Gallen führt derzeit eine Studie zum Flugverhalten von Schweizer Firmen vor, während und nach Corona durch. Das Zwischenresultat: In Zukunft wird es wohl wesentlich mehr Videocalls geben, die Zahl der Geschäftsflugreisen soll abnehmen.
Ungewissheit als Stressfaktor 34 Prozent der Arbeitgebenden, die Robert Half befragte, fänden es ausserdem schwierig, das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden im Blick zu behalten. Gerade der Psyche können Ausgangsbeschränkungen und Fernarbeit jedoch besonders zu schaffen machen. Für Kinder und Jugendliche ist gemäss der Studie der grösste Stressfaktor das Verschieben oder Absagen von Plänen, für Erwachsene hingegen die Ungewissheit über das Ende der Pandemie gewesen, Alle Altersgruppen litten jedoch unter den sozialen Einschränkungen beziehungsweise an einem Mangel an sozialen Aktivitäten.
Die Studienautoren erhoben für alle drei Landesteile der Schweiz Stichproben von jungen Erwachsenen im Alter von Jahren sowie von Kindern und Jugendlichen im Alter von Jahren und deren Eltern. Psychische Probleme Viele junge Erwachsene hätten während des ersten Lockdowns Symptome psychischer Erkrankungen aufgewiesen. So hätten 38 Prozent der männlichen jungen Erwachsenen über leichte bis schwere depressive Symptome berichtet, bei den jungen Frauen seien es gar 54 Prozent gewesen.
Knapp die Hälfte der jungen Frauen 47 Prozent und ein Drittel 33 Prozent der jungen Männer berichtete, leichte bis schwere Angstzustände erlebt zu haben. Unter den Kindern und Jugendlichen seien bei 10 Prozent der Mädchen und 5 Prozent der Jungen Anzeichen von Depression erkennbar gewesen, Angstsymptome wiesen 14 respektive 13 Prozent auf.
Problematische Internetnutzung Die durchschnittliche Zeit, die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene während des ersten Lockdowns im Internet verbrachten, betrug Minuten pro Tag. Über 40 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen nutzten gemäss der Studie täglich mehr als 4 Stunden lang das Internet, etwa 8 Prozent der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sogar länger als 6 Stunden.
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