Kriegsführungsforschung psychologie
Wie stiftet man erfolgreich Verwirrung, Chaos und Misstrauen?
Sabotage und psychologische Kriegsführung. Ein Handbuch.
Diese Frage beschäftigte den US-Geheimdienst während des Zweiten Weltkriegs. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in zwei Leitfäden zusammengefasst. Ausgestattet mit diesem Wissen sollten alliierte Agenten ins besetzte Europa einsickern und die Menschen mit Ideen und Anregungen versorgen, wie die Nazi-Herrschaft von innen unterminiert werden konnte. Als Waffe sollte dabei nur dienen, was im Alltag verfügbar war — allen voran der eigene Verstand, ein wenig schauspielerisches Talent und der Inhalt des eigenen Werkzeugkastens.
Das nun von Florian Wenninger vom Institut für Zeitgeschichte gemeinsam mit dem Münchner Politikwissenschafter Jürgen Pfeffer edierte Handbuch legt die beiden Geheimdienst-Dokumente des Jahres erstmals in deutscher Sprache vor und bettet sie historisch ein. Dabei wird rasch deutlich: Die Zeiten sind andere geworden, viele der Methoden haben aber nichts von ihrer Aktualität verloren.
Sie begegnen uns tagtäglich in Politik, Wirtschaft, oft genug aber auch im eigenen Büro. Auszug: Allgemeine Hinweise zur Senkung der Moral und zum Stiften von Verwirrung. Erhältlich im Buchhandel oder online auf der Homepage des Czernin Verlages. Sie sind hier: Universität Wien Institut für Zeitgeschichte Forschung Publikationen Publikationen Detailansicht.
Sabotage und psychologische Kriegsführung.
Cognitive Warfare – die Nato und das "gehackte" Individuum
Ein Handbuch. Florian Wenninger, Jürgen Pfeffer Hg. Auszug: Allgemeine Hinweise zur Senkung der Moral und zum Stiften von Verwirrung Geben sie ausführliche und unverständliche Erklärungen ab, wenn man ihnen Fragen stellt. Melden Sie imaginäre Spione oder Gefahren an die Gestapo oder die Polizei Stellen Sie sich dumm. Seien Sie so reizbar und streitlustig wie möglich … Weinen und schluchzen Sie bei jeder Gelegenheit hysterisch, besonders wenn Sie Behördenvertretern gegenüberstehen.