Sozial und kultur psychologie theorien
Definition Die Sozialpsychologie beschäftigt sich — wie die Psychologie ganz generell — mit der Erklärung und Beschreibung von Verhalten und Erleben. Dieser Fokus auf Einzelpersonen steht im Zusammenhang mit der "kognitiven Wende" in den 60er Jahren, in der den individuellen Denk- und Wahrnehmungsprozessen eine zentrale Rolle zugeschrieben wurde.
Theorien In der Folge wurde eine Vielzahl von "kognitiven Theorien der Sozialpsychologie" Frey, entwickelt. So beschäftigt sich beispielsweise die Theorie der sozialen Vergleichsprozesse damit, wie man sich selbst in Abhängigkeit davon wahrnimmt, was andere Personen tun. Ähnliche Prozesse wurden auch in den Attributionstheorien Attribution beschrieben, die neben sozialen Vergleichsinformationen noch weitere vorauslaufende Bedingungen von Fähigkeitszuschreibungen spezifizieren.
Die soziale Wahrnehmung ist auch Gegenstand weiterer kognitiver Theorien, wie z. Ein möglicher Weg hierzu besteht in der Änderung einer der beiden Kognitionen. Ein klassisches Beispiel, an dem diese Dissonanzmechanismen verdeutlicht werden können, stellt das Rauchen dar. Raucher haben häufig einerseits die Kognition "Ich rauche gern", andererseits aber auch die Kognition "Rauchen ist gesundheitsschädlich".
Die aus diesem Widerspruch resultierende Dissonanz können Raucher reduzieren, indem sie die Bedeutung der dissonanten Kognition abwerten, so z. Einstellung und soziale Interaktion Mit diesem Aspekt berührt die Dissonanztheorie einen ganz klassischen Gegenstand der Sozialpsychologie, nämlich Einstellungsänderung Einstellung. So wurde etwa untersucht, ob ein Empfänger einer Botschaft eher seine Einstellung — etwa gegenü ber einer Minderheit — ändert, wenn sie von einem ähnlichen Kommunikator stammt, als wenn die gleiche Botschaft von einer Person ausgesprochen wird, mit der der Empfänger wenig gemein hat.
Der Umgang mit anderen — Individuen wie Gruppen — stellt ganz generell einen ganz zentralen Kernbereich der Sozialpsychologie dar. Unter dem Stichwort "soziale Interaktion" wurde etwa untersucht, was zwei Individuen zueinander hinzieht interpersonale Attraktion oder unter welchen Bedingungen ein Individuum einem anderen hilft prosoziales Verhalten, Hilfeverhalten — oder aber absichtlich Schaden zufügt antisoziales Verhalten oder Aggression.
Je mehr weitere Personen anwesend sind, desto höher ist die Verantwortungsdiffusion , und desto niedriger ist die Wahrscheinlichkeit der Hilfe. Die Dynamik innerhalb von Gruppen ist schon früh beispielsweise im Rahmen der soziometrischen Forschung untersucht worden Soziometrie. Hier wird z. Ein weiterer zentraler Aspekt sozialpsychologischer Gruppenforschung besteht in der Analyse von Konformität und Uniformität in Gruppen.
Diese Tendenz kann — insbesondere wenn sie in Gremien zum Tragen kommt — zu katastrophalen Auswirkungen führen Gruppenpolarisation. Zusammenfassend befassen sich SozialpsychologInnen also mit Prozessen im Individuum, sofern diese in Zusammenhang mit sozialen Interaktionen stehen und mit Prozessen innerhalb und zwischen Gruppen.
Die Sozialpsychologie zeichnet sich dabei durch eine starke Theorienorientiertheit aus s. Hierbei hat die Sozialpsychologie eine Reihe von mittlerweile klassischen Experimenten hervorgebracht s. So wurde z. Neben solchen Experimenten wird die Tragweite sozialpsychologischer Theorien jedoch zunehmend auch in Hinblick auf ihre Anwendbarkeit geprüft.
So bietet die Sozialpsychologie Ideen für so verschiedene Fragen wie: Wie kann man Menschen beeinflussen; wie sie motivieren; wie kann man Aggressionen abbauen oder wie den Stolz von Gruppen erhöhen? Literatur Allport, G. The historical background of social psychology.
Sozialpsychologie
Bern: Huber. Frey, D. Sozialpsychologie: Ein Handbuch in Schlüsselbegriffen 3. Weinheim: Beltz. Stroebe, W. Sozialpsychologie: Eine Einführung 3. Berlin: Springer. Schuster, B. Rejection, exclusion, and harassment at work and in schools: An integration of results from research on mobbing, bullying, and peer rejection. European Psychologist, 1 , Stahlberg, D. Das Elaboration-Likelihood-Modell von Petty und Cacioppo.
In Frey, D. Kognitive Theorien der Sozialpsychologie S. Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.