Psychologie itelligenz jüngere
Die kognitive Entwicklung ist ein wichtiger Teil der allgemeinen kindlichen Entwicklung in der Entwicklungspsychologie. Hierbei geht es um die Herausbildung von zentralen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns, zum Beispiel die Fähigkeit, Gegenstände und Menschen einordnen und auseinanderhalten zu können. Die kognitive Entwicklung versteht man als Herausbildung von zentralen Fähigkeiten des Gehirns.
Dazu gehören vielfältige kognitive Fähigkeiten. Laut des Deutschen Bundesverbands für Logopädie e. Entdecke über Millionen kostenlose Materialien in unserer App. Speicher die Erklärung jetzt ab und lies sie, wenn Du Zeit hast. Lerne mit deinen Freunden und bleibe auf dem richtigen Kurs mit deinen persönlichen Lernstatistiken. Es geht um die Fähigkeit, Gegenstände, Situationen und Personen zu erkennen und einzuordnen.
Möchtest Du mehr zu der Sprachentwicklung eines Kindes erfahren? Dann schaue Dir gerne unseren Artikel dazu an! Eine zentrale Bedeutung in der kognitiven Entwicklung nimmt die Entwicklung der Intelligenz ein. Die Voraussetzungen von Denken und Intelligenz bilden dabei die Wahrnehmung , die Gedächtnisleistung und die Sprachbeherrschung.
Diese Voraussetzungen nennt man auch " kognitive Stützfunktionen" , denn die kognitive Entwicklung stützt sich auf diese Funktionen. Es gibt viele verschiedene kognitive Fähigkeiten, die für das Alltagsleben eines Menschen zentral sind. Sie werden alle Schritt für Schritt im Kindesalter entwickelt. Im Laufe der Kindheit werden vor allem folgende kognitive Fähigkeiten erlernt:.
Dabei gibt es unterschiedliche Theorien, wie genau sich diese Fähigkeiten bei Kindern entwickeln. Man versteht das Denken meist als einen Ausdruck höherer geistiger Prozesse. Geistige Prozesse sind zum Beispiel logisches Schlussfolgern und Problemlösen. Jüngere Kinder können ihr Denken sprachlich kaum beschreiben. Die wohl einflussreichste Theorie der kognitiven Entwicklung stammt von dem Schweizer Forscher Jean Piaget — Er begann ab den er-Jahren, die kindliche Entwicklung zu untersuchen.
Eine seiner Hauptaussagen besteht darin, dass Kinder vier aufeinander aufbauende Phasen bzw. Stadien durchlaufen. Jedes Stadium enthält dabei eigene Merkmale des Denkens. Wenn Dich die Forschungen von Piaget interessieren, kannst Du Dir auch den Artikel zum Bindungsverhalten auf StudySmarter anschauen. Zeitgleich zu Piaget entstand eine andere einflussreiche Theorie der kognitiven Entwicklung: Die soziokulturelle Theorie von Lew Wygotski — Abbildung 1: Der Psychologe Lew WygotskiQuelle: gedankenwelt.
Wygotski untersuchte in seiner Theorie, welche Bedeutung der kulturelle Kontext, also das Umfeld, in dem man aufwächst, für die kognitive Entwicklung hat. In seiner Theorie wird das Kind in erster Linie als soziales Wesen betrachtet, das sein Denken im Kontext des Denkens anderer Personen entwickelt. Wygotski ging davon aus, dass sich die vielfältigen Gedanken eines Kindes durch den Austausch zwischen dem Kind und anderen Personen ergeben.
Die Sprache ist für ihn dabei das wichtigste psychologische Werkzeug. Andere Werkzeuge sind das Zahlen- und das Schriftsystem sowie mnemotechnische Mittel. Diese sind Techniken, um die Gedächtnisleistung zu verbessern, beispielsweise Eselsbrücken. Dabei wird angenommen, dass die kognitive Entwicklung nicht, wie Piaget meinte, auf unterschiedlichen Denkstufen beruht.
Stattdessen geht man davon aus, dass die Veränderungen des kindlichen Denkens durch bestimmte Erfahrungen und erworbenes Wissen beeinflusst werden. Nach diesen Theorien ist der Mensch von Geburt an mit bestimmten Lernmechanismen ausgestattet, mit deren Hilfe er schnell neues Wissen aufnehmen kann, zum Beispiel dem Drang, die Umwelt zu erkunden. Mit dem Begriff domänenspezifisch ist in der Kognitionsforschung die Erkenntnis gemeint, dass kognitive Entwicklung abhängig vom Wissen über bestimmte Sachverhalte ist.
Dabei kann das kindliche Wissen drei Bereichen zugeordnet werden:. Säuglinge kommen mit bestimmten kognitiven Fähigkeiten auf die Welt, zum Beispiel mit der Fähigkeit, Stimmen zu verarbeiten. Diese erlauben es ihnen, domänenspezifische Wissenssysteme zum Beispiel physikalisches Wissen, mathematisches Wissen, biologisches Wissen auszubilden. Sie bilden das Kernwissen. Der weitere Wissenserwerb ist durch die kontinuierliche Erweiterung des Kernwissens gekennzeichnet.
Jean Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung ist eine umfassende Theorie über die Entwicklung der menschlichen Intelligenz. Die Theorie beschäftigt sich mit der Natur des Wissens und damit, wie Menschen Wissen erwerben, aufbauen und nutzen. Man nennt P iagets Theorie auch die Entwicklungsstufentheorie. Im Jahr arbeitete Piaget an der Alfred-Binet-Laborschule in Paris und war fasziniert von der Tatsache, dass Kinder unterschiedlichen Alters beim Lösen von Problemen unterschiedliche Fehler machten.
S eine dortigen Erfahrungen und Beobachtungen waren der Beginn seiner Theorie. Abbildung 2: Der Entwicklungspsychologe Jean PiagetQuelle: biography. Piaget glaubte, dass Kinder keine "kleinen Erwachsenen" sind, die einfach weniger wissen, sondern eine andere Denkweise als Erwachsene haben. Es gelang ihm , diese einzelnen Phasen unterschiedlichen Altersstufen zuzuordnen.
Somit konnte nachvollzogen werden, wie Kinder ihre kognitiven Fähigkeiten entwickeln. Für Piaget war kognitive Entwicklung eine fortschreitende Re- und Neuorganisation verschiedener geistiger Prozesse , die sich aus biologischer Reifung und Umwelterfahrungen ergeben. Er glaubte, dass Kinder ein Verständnis von der Welt konstruieren.
Dabei nehmen sie Unstimmigkeiten zwischen dem, was sie bereits wissen, und dem, was sie in ihrer Umgebung entdecken, wahr. Entlang dieser Unstimmigkeiten können sie dann ihre Vorstellungen von der Welt entsprechend anpassen. In seiner Theorie der kognitiven Entwicklung ging Piaget davon aus, dass ein Kind vier Entwicklungsstadien bzw. Phasen durchläuft.
Er unterschied dabei:. Diese Phase erstreckt sich von der Geburt bis zum Spracherwerb. Säuglinge konstruieren hier nach und nach das Wissen und Verständnis von der Welt, indem sie Erfahrungen aus körperlichen Interaktionen mit Objekten verknüpfen. Säuglinge gewinnen ihr Wissen aus der Welt durch körperliche Handlungen, die sie in ihr ausführen. Ein Kind macht beispielsweise verschiedene Erfahrungen des Sehens oder des Hörens, während es nach Spielzeug greift oder gegen Gegenstände tritt.
Kinder lernen zudem, dass sie von der Umwelt getrennt sind. Sie lernen, über Aspekte der Umwelt nachzudenken, auch wenn diese nicht in Reichweite der Sinne des Kindes liegen. In der sensomotorischen Phase ist die Entwicklung der Objektpermanenz eine der wichtigsten Entwicklungen.
Psychologie: Sind Erstgeborene intelligenter?
Objektpermanenz ist das Verständnis eines Kindes, dass ein Objekt z. Bei dem Spiel " Peek-a-boo " reagieren junge Kinder, die noch keine vollkommene Objektpermanenz besitzen, auf das plötzliche Verstecken und Enthüllen eines Gesichts. Piaget konnte durch die Beobachtung von Spielsituationen die zweite Stufe seiner Theorie, die präoperative Stufe , demonstrieren.
D iese Phase beginnt gegen Ende des zweiten Jahres mit dem Erlernen des Sprechens und dauert bis zum Alter von sieben Jahren. Hier können Kinder noch keine konkrete Logik verstehen und haben Schwierigkeiten, Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Das Denken ist egozentrisch. Das Kind kann den Standpunkt anderer nur schwer verstehen. Allerdings sind die Kinder meist in der Lage, sogenannte " magische Überzeugungen " zu bilden.
Magisches Denken bezeichnet in der Psychologie eine Erscheinungsform der kindlichen Entwicklung, bei der ein Kind annimmt, dass seine Gedanken, Worte oder Handlungen Einfluss auf Ereignisse nehmen können, die ursächlich nicht verbunden sind. Herkömmliche Regeln von Ursache und Wirkung werden dabei ignoriert.
Die präoperative Phase ist in zwei Unterphasen unterteilt:. Die symbolische Unterstufe besteht darin, dass Kinder in der Lage sind, Objekte in ihrem Kopf zu verstehen, darzustellen, sich an sie zu erinnern und sie sich vorzustellen, ohne das Objekt vor sich zu haben. Die Kinder können in Bildern und Symbolen denken und beispielsweise Rollenspiele spielen.
Die kleine Marie ist vier Jahre alt. Als Paul bei seinem Freund übernachtet und seine Spielzeuge mitgenommen hat, denkt Marie während des Spielens an sein rotes Auto. In der Unterstufe des intuitiven Denkens werden Kinder sehr neugierig und stellen in der Regel viele Warum-Fragen. Das kommt laut Piaget daher, dass sie erkennen, dass sie über ein enormes Wissen verfügen, aber nicht verstehen, wie sie es erworben haben.
Während des Filmes fragt Paul seinen Vater mehrmals, warum was passiert. Er hinterfragt Situationen und möchte gerne Wissen, weshalb das so dargestellt wurde. Dieses Stadium beginnt zwischen dem 7. Lebensjahr und wird durch den angemessenen Einsatz von Logik geprägt. In dieser Phase werden die Denkprozesse eines Kindes reifer und "erwachsener". Die Kinder beginnen, Probleme logisch zu lösen.
Abstraktes und hypothetisches Denken ist beim Kind allerdings noch nicht entwickelt. Es kann nur solche Probleme lösen, die sich auf konkrete Ereignisse oder Gegenstände beziehen. Die Kinder sind zumeist in der Lage, induktiv zu denken. Das bedeutet, dass sie Schlussfolgerungen aus Beobachtungen ziehen können, um Verallgemeinerungen anzustellen.
Deduktives Denken zu verwenden, um den Ausgang eines konkreten Ereignisses vorherzusagen, ist aber noch schwierig. Zudem können die Kinder oft noch nicht sicher die Logik begreifen. Hier ein Beispiel zum besseren Verständnis des Problems:. Ein Kind kann beispielsweise verstehen, dass "A mehr als B" und "B mehr als C" ist. Die Frage "Ist A mehr als C?