Leerer stuhl psychologie
In der Gestalttheoretischen Psychotherapie ist sie eine der verschiedenen dialogischen Arbeitsformen, die sich je nach Situation in der Therapie anbieten. So knüpfen auch die in der GTP gewählten dialogischen Arbeitsformen an der Tatsache an, dass sich der Mensch ganz alltäglich in einem beständigen Dialog mit sich selbst und seiner Umwelt befindet. Die US-amerikanische Gestaltpsychologin Mary Henle hat darauf ihren Beitrag zur Gestalttheorie der Person aufgebaut, der für das Verständnis des dialogischen Arbeitens in der GTP grundlegend ist.
Methoden und Techniken in der gestalttherapeutischen Praxis
Darin machen sich unterschiedliche Funktionen des Selbst bemerkbar, die der Mensch offenbar für seine Orientierung in der Welt und vor allem auch für sein mit-menschliches Leben braucht. Es sind dies Funktionen wie das Sich-selbst-Beobachten, das Sich-selbst-Korrigieren oder -Kritisieren, das Sich-selbst-Wertschätzen und -Pflegen usw.
Zwischen den Dialogen mit sich selbst und den Dialogen mit anderen ob diese Dialoge nun auch für andere hörbar werden oder im Stillen ablaufen besteht eine Wechselbeziehung. Wer zum Beispiel sich selbst nie angemessen, sachlich und solidarisch zu kritisieren gelernt hat, wird wahrscheinlich auch aus den Worten anderer nur destruktive Kritik heraushören und damit entsprechend umgehen.
Zwischen ihnen wechselt die Klientin, einmal die eine, dann wieder die andere Dialog-Partnerin verkörpernd und ihnen eine Stimme gebend. Dazu können bisweilen auch weitere Dialogpartner auf zusätzlichen Stühlen kommen. Geht es hingegen um einen Dialog zwischen verschiedenen Seiten der eigenen Person wobei es sich oft um personalisierte Funktionen des Selbst handelt, wie etwa die eigene Kritikerin, die eigene Freundin, die eigene Antreiberin etc.
Sinn dieser Arbeitsformen ist es, den Dialog durch eine gewisse phänomenale Distanz zwischen den Dialog-Partnern klarer zu strukturieren und die Positionen mit all ihren Bestrebungen und Beziehungswünschen prägnanter werden zu lassen. Die damit verbundene Erwartung ist, dass dadurch eine Klärung und eine konstruktivere Entwicklung des Dialogs gefördert wird. Davon erhofft man sich, dass im Fall eines Dialogs mit sich selbst eine konstruktivere Haltung zur eigenen Person und eine bessere Integration widerstreitender Tendenzen in der eigenen Person erreicht werden kann; und dass im Fall eines Dialogs mit anderen Personen tauglichere Formen des Umgangs mit diesen Personen im Alltagsleben gefördert werden.
In beiden Fällen hängt die Umsetzung dieser Arbeitsformen in ihrer Wirkung stark von der jeweils gegebenen therapeutischen Situation ab. Benutzer-Werkzeuge Anmelden.
Unterschied Leerer Stuhl und Zwei Stuhl-Technik (Psychologie)?
Webseiten-Werkzeuge Suche. Seitenleiste Startseite. Inhaltsverzeichnis Die "inneren Dialoge" des Alltags. Grundformen der "Arbeit mit dem leeren Stuhl". Phänomenal,10 1 , Henle, Mary : Some Aspects of the Phenomenology of the Personality. Kästl, Rainer : Überlegungen zu zwei Interventionstechniken und ihren Zielen: Szenische Darstellung und Dialog mit dem leeren Stuhl.
Phänomenal 6 1 , Phänomenal, 5 , Lustig, Brigitte : "Ich rede nicht mit leeren Sesseln! Stemberger, Gerhard : Mary Henles Beitrag zur Gestalttheorie der Person. Phänomenal, 2 2 , Stemberger, Gerhard : Gestalttheoretische Aspekte der "Arbeit mit dem leeren Stuhl". Zabransky, Dieter : Zur "Dialog-Arbeit" in der Gestalttheoretischen Psychotherapie. Phänomenal, 6 1 , Seiten-Werkzeuge Zeige Quelltext Ältere Versionen Nach oben.
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